72 Stunden Aktion 2004

Aktion: 72 Stunden „ohne Kompromiss“
Über 50.000 machten mit…
WIR AUCH !!

Der BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) veranstaltete vom 07. – 10. Oktober 2004 die Sozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ , bei der 1.242 Gruppen mit ca. 35 000 Jugendlichen und 18.000 Erwachsene zum Einsatz kamen. Allein im Bistum Trier hatten sich rd. 350 Gruppen angemeldet.

Ziel der Aktion war es, innerhalb von 72 Stunden gemeinnützige Projekte in ihren Heimatgemeinden zu realisieren. Was letztendlich von den Gruppen zu tun war, wurde erst beim Aktionsstart am 07. Oktober um 17.07 Uhr bekannt gegeben, d.h. die Gruppe selbst wusste vorher nichts von Ihrer Aufgabe

Auch die DPSG „Stamm Deutschherren“ Rachtig hatte sich als Aktionsgruppe bei der 72-Stunden-Aktion angemeldet.

Zum Aktionsstart trafen sich die Rachtiger Pfadfinder und viele Dorfbewohner am Donnerstag, 7.10.2004 am neuen Dorfplatz in Rachtig um dort um 17.07 Uhr von Bürgermeister Manfred Kappes die Aufgabe in Empfang zu nehmen, die dann bis Sonntag-Nachmittag gelöst sein musste.

Auszüge aus unserem 72-Stunden-Tagebuch:
Aktionsstart am 7.10.2004 um 17.07 Uhr

So, jetzt ist es raus. Wir müssen also einen „Barfuß-Pfad“ herstellen!

A-Ha, interessante Aufgabe.
Das Gelände sieht ja etwas wild aus, aber ist bestimmt was draus zu machen.

Auch wurde der Umfang der Aufgabe sehr exakt beschrieben:

Felder des Barfuß-Pfades in der Größe ca. 3,0 x 1,2 m gefällt mit:

Sand, Kies, Rindenmulch, Gras, Holzrollen, Baumstämme, Große Steine, Waschbetonplatten, Lehm- (Matschstrecke), Steg, Wasser bzw. Bach, Dauerhaftes Schild mit Erläuterung, um was es hierbei geht und Infos zur Aktion „72-Stunden“ in deren Zuge der Barfußpfad entstanden.

Schuhregale, Bänke und Sitzecke sowie die vorh. Bauwerke und Bäume waren in die Planungen einbeziehen

Also die Wölflinge haben erst mal ein ganz tolles Transparent gemalt und die Juffis haben den Holzrahmen dafür gemacht; ja und die Pfadis und Gruppenleiter haben zuerst mal geplant, wie wir das am Besten hinkriegen, Material organisieren, einen LKW, und, und, und ….

1. Aktionstag am 8.10.2004

Tja um 8.30 Uhr ging’s los.

Erst müssen wir mal das Gelände vorbereiten, Bäume rausschneiden und roden.

Sch….., jetzt regnet es auch noch, aber wir lassen uns die gute Laune nicht verderben.

Gegen Mittag haben wir es geschafft und jetzt erst mal das wohlverdiente Mittagessen: Schnitzel vom Metzger Inglen. Danke.

Weiter geht’s mit Steine holen, Geröllfänge leerschaufeln, mit dem Bagger den Pfad vorbereiten, mit Förster Conrad in den Wald, wo wir Hecken ausbuddeln können, Schotter schippen und, und, und.

Getränke kommen auch noch kostenlos, Auch Danke, Getränke Schmitgen.

Wir müssen heute noch so weit vorbereiten, dass wir morgen früh direkt mit dem Pflastern der Felder beginnen können. Um 8.30 Uhr kommt der Beton.

2. Aktionstag, Samstag, 9.10.2004

Um 8.30 Uhr ging es wieder los.

Direkt mal 10 Leute in den Wald und 1.000 Hainbuchen ausbuddeln

Die anderen fangen schon mal an die ca. 800 Pflastersteine zu verarbeiten.

Beton ist gekommen, jetzt Pflastern.

Gegen Mittag sieht das schon echt gut aus und wir fangen schon an die ersten Hecken zu pflanzen. Das wird zwar heute Abend spät, aber es müsste zu schaffen sein.

14 Uhr: Bei Volker in der Werkstatt wird das Schild gemalt und gefräst. Beim Ralph Kappes werden die Winkel für die Bänke vorbereitet.

17 Uhr:
Wo bekommen wir noch Waschbetonplatten her.

18 Uhr:
O.K., den 2. Geröllfang machen wir auch noch leer. Wuschel baggert noch bis um 20 Uhr

Um 21 Uhr sind wir noch immer am Pflastern … und machen noch bis früh um 1 Uhr.

3. Aktionstag, Sonntag, 10.10.2004

Gestern haben wir viel geschafft, aber es gibt auch noch sehr viel zu tun.

In viele kleine Augen schaue ich um 10 Uhr als es wieder losgeht.

Die Hauptaufgabe heißt Heute: „Fertig werden“, also, Schotter einfahren, Geländer anschrauben, Rindenmulch verteilen, Hecken pflanzen, …

Mensch, wir haben noch keinen Zierkies; 3 Telefonate, alles klar.

An die Mosel Wiese ausstechen für den Barfußpfad, Sand aus dem Kinderspielplatz, Holzschnipsel vom Heim und vieles mehr.

Feuerwehr mit Lautsprecherwagen um die Dorfbevölkerung einzuladen.

12 Uhr:
Zusammen Schaffen, zusammen Essen.

Danach geht’s frisch gestärkt wieder weiter.

Das muss ja auch alles noch mal sauber gemacht werden; Feuerwehr … kein Problem

Um 15 Uhr haben wir es geschafft.

Jetzt noch Kaffee und Kuchen klar machen.

Die ersten Leute kommen.

Um 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen für unsere Gäste

Ganz Viele sind gekommen um zu sehen, was wir geleistet haben.

16.40 Uhr kommt unser Pastor, dann Einweihung, Mariette Becker-Schuh vom Koordinierungskreis kommt und übergibt uns die Urkunde, danach Dankesworte vom Stammesvorsitzenden und Bürgermeister, dann Einsegnung durch unseren Pastor Feldhausen … Das erste Kind fällt schon ins Schlammbecken, das ist Live

Fertig geworden!!!

Vielen, Vielen, Vielen Dank an Alle, die mitgeholfen haben.

Und ganz besonderen Dank an alle Pfadfinder und die Leiterrunde.

Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr hier geleistet habt.

Es darf ruhig erwähnt werden, dass wir den Barfuß-Pfad fast ohne Geldmittel erstellt haben.

Das war nur möglich, durch die Unterstützung von vielen, vielen Firmen und Privatleuten:
– Dorfladen Alli Gansen
– Cafe Restaurant Sängerheim
– Hotel Deutschherrenhof
– Metzgerei Inglen
– Zimmer Zäune, Maring-Noviand
– Blumen Ivanka Pazen
– Fa. Weinsberg, Wittlich
– Getränke Schmitgen, BKS
– Ing.-Büro Spoo & Partner, BKS
– Elektro Eltges
– Gärtnerei Schädler
– Rachtiger Bürgerliste
– Pölcher & Kalle, Bedachungen
– Malerbetrieb Johannes Pazen
– GaLa-Bau Andreas Martini
– Outfit Haarstudio
– Fa. Hermann Knoop
– Fa. Wey, Rivenich
– Kann Beton, Wittlich
– Fa. Ehses KG, Zeltingen-Rachtig
– Fa. Maria Meter, Morbach-Morscheid
– Bäckerei Mohr
– Forstrevier Zeltingen
– Baumschule Erbes, Ürzig
– Outfit Haarstudio
– Cafe Hansen, Zeltingen
– Straßenmeisterei Bernkastel
– die verständnisvollen Nachbarn, und, und, und
Die Barfuß-Pfadfinder aus Rachtig sagen
DANKE

Bericht aus dem Trierischen Volksfreund vom 11.10.2004

Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, Ausgabe 43/2004